Das Stück

Planrekonstruktion und Copyright: Dietmar Arnold http://berliner-unterwelten.de
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Inhalt

Das Stück lehnt sich inhaltlich zum einen an „Der letzte Akt“ aus dem Jahr 1955, zu dem der von Nazis verfemte Autor Erich Maria Remarque einen Drehbuchentwurf verfasste, und komprimiert das Geschehen der Ereignisse auf die zehn Tage zwischen Hitlers letztem Geburtstag am 20. April und seinem Selbstmord am 30. April. Zum anderen aber auch an „Der Untergang“ von Bernd Eichinger, orientiert sich aber vor allem auch an den Erzählungen von Traudl Junge (Privatsekräterin von Hitler) und Rochus Misch (Telefonist, Kurier und Leibwächter Hitlers). Deren persönliche Eindrücke finden ebenso Eingang in den Text von Christian Pfeiffer. Das Stück „Führerbunker. Berlin, April 1945“ versucht historisch belegte Gegebenheiten und fiktive Geschichten zusammenzuführen.

 

Die Geschichte

Hitler „feiert“ am 20. April 1945 in der bereits schwer beschädigten Reichskanzlei über dem „Führerbunker“ seinen 56. Geburtstag. Zur alljährlichen Gratulationscour versammeln sich noch einmal die wichtigsten NS-Funktionsträger des stark zusammengeschrumpften Reiches. Am 22. April folgten Joseph und Magda Goebbels mit ihren sechs Kindern. Während Goebbels im Hauptbunker ein Zimmer bewohnte, lebten Magda Goebbels und ihre sechs Kinder im Vorbunker.

Am 29. April 1945 verfasste Hitler im Bunker sein politisches und persönliches Testament. Im Anschluss heirateten dort Hitler und Eva Braun. Am 30. April 1945 nahmen sie sich in den Nachmittagsstunden in Hitlers Wohn- und Arbeitsraum im Bunker das Leben. Ihre Leichen wurden mit Benzin übergossen und vor dem Notausgang des Bunkers im Garten der Neuen Reichskanzlei verbrannt. Kurz darauf sterben die sechs Goebbels-Kinder durch die Hand ihrer Mutter, danach verüben der Propagandaminister Joseph Goebbels – von Hitler kurz zuvor noch testamentarisch zum neuen Reichskanzler ernannt – und seine Frau Magda ebenfalls Selbstmord. Hans Krebs, letzter Chef des Generalstabs des Heeres, und der letzte Wehrmachts-Chefadjutant Wilhelm Burgdorf erschiessen sich im Kartenraum des Bunkers.

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